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| Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für Martin Böttcher |
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Anlässlich einer kleinen Feier in 2000 Meter Höhe erhielt der Komponist Martin Böttcher am 25. Januar in St. Moritz das Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk. |
Seit vielen Jahren verbringt Martin Böttcher mit seiner Ehefrau Anneliese den Winter im Engadin. Der Botschafter der BRD in der Schweiz, Herr Dr. Frank Elbe, ließ es sich nicht nehmen, von seiner Residenz in Bern nach St. Moritz zu reisen, um die Auszeichnung persönlich dem bekannten Filmkomponisten zu überreichen. In seiner Ansprache würdigte Dr. Elbe das musikalische Schaffen von Martin Böttcher, der mit seinem Sound Hunderte von Fernsehfilmen vertont hat und durch die unvergesslichen Karl-May-Musiken wie "Winnetou-Melodie" und "Old-Shatterhand-Melodie" berühmt wurde. Bereits am 17. Januar 2004 strahlte der Schweizer Radiosender DRS 2 das nachfolgende Interview der Redakteurin Nadja Fischer mit Martin Böttcher aus. Telefongast in dem Interview war Pierre Brice. |
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Interview mit Martin Böttcher, 7:01min Eine Produktion des Schweizer Radio DRS, Erstsendung am 17.01.2004 auf DRS2. Alle Rechte vorbehalten. www.drs.ch In dem Interview wird Musik verwendet aus: "Martin Böttcher - Winnetou Melodien" (eastwest recording, 9031-75936-2) und "Martin Böttcher und sein Orchester" (Polydor, 517-143-2). |
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| Stimmen zum 75. Geburtstag von Martin Böttcher gesammelt für das Magazin "Karl May & Co.", Nr. 88/2002 von Arild Rafalzik (teilweise gekürzt wiedergegeben). |
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Wo soll ich anfangen? Bei Edgar Wallace? Seine Musik war mysteriös! Bei Karl May? Seine Musik machte die jugoslawische Prärie noch schöner!Mit seinem Notenschlüssel öffnete er die Türen der Herzen von Millionen Kinobesuchern. Wir reden doch über Martin Böttcher, nicht wahr? Ein Gentlemen, ein Schatz, mein Freund. Eddi Arent, Schauspieler |
Lieber Martin.zu deinem Geburtstag die allerbesten Wünsche, vor allem Gesundheit. Wie schade, dass man sich nie sieht (vielleicht mal wieder bei einem Karl-May-Treffen). Alles Liebe, Deine Karin Karin Dor, Schauspielerin |
Lieber Herr Böttcher,es gibt bekanntlich zwei Sorten von Menschen: die, die jemanden anziehen, und solche, die andere abstoßen. Ich glaube sagen zu können, dass ich Sie immer mochte, da Sie eine besondere Gabe besitzen, nett und charmant zu sein. Ohne Krawall zu schlagen, ohne überhöhte Forderungen zu stellen, ohne kapriziös zu sein, obwohl Sie doch ein sehr begabter Komponist sind und sich viel auf Ihre Fähigkeiten einbilden können. Bleiben Sie so, wie Sie sind, denn Sie bilden im Kreise der Komponisten eine rühmliche Ausnahme - und zwar in jeder Hinsicht. Artur Brauner, Filmproduzent |
Die Handschrift der großen Filmkomponisten drückt sich darin aus, dass man ihre Musik vollkommen mit der Geschichte des Films verbindet.Die Kunst des Komponisten ist es, seinen eigenen Stil zu bewahren, aber sich trotzdem in die Stimmung des Films einzufühlen, wie ein Schauspieler, der seine Persönlichkeit bewahrt, während er doch gleichzeitig eine andere Person darstellt. Das ist es, Martin, was auch dich auszeichnet. Wenn man deine Musik hört, sieht man den Film, für den du sie komponiert hast, als würde man den ganzen Film noch einmal erleben. Die Gefühle nehmen uns gefangen, und du lässt uns träumen. Marie Versini, Schauspielerin |
Lieber Martin,ich bewundere deine Professionalität, dein Können, deine Geduld, deine Bescheidenheit, deine Liebenswürdigkeit. Ich danke dir, dass ich seit 1976 deiner Studio- Musiker-Stammbesetzung angehören durfte (und darf). Zu deinem 75. Geburtstag wünsche ich dir viel Glück und Gesundheit. Giuseppe Solera, Musiker (Mundharmonika + Saxophon) |
Mein sehr lieber Martin!Zum 75. lass' dich freundschaftlich umarmen und dir alles Gute wünschen. Seit Jahrzehnten, Seite an Seite, ohne uns jemals zu touchieren, haben wir zwei ein wenig zur "teutschen" Filmmusik beigetragen. Wir waren nie Konkurrenten, der eine liebte dich, der andere mich... Ist das nicht schön. Peter Thomas, Komponist |
Zum 80. Geburtstag gab es nicht nur obige Grußkarte vom Schacht-Musikverlag, |
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| Karl-May-Konzert | |
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Unter dem Motto „Western Classics" präsentierte das Orchester "Feldmusik Luzern" am 30. April 2005 große Filmmelodien. Im der einzigartigen Klangkulisse des weltberühmten "Kultur- und Kongresszentrum Luzern" (KKL) erklang Martin Böttchers Karl-May-Filmmusik (Winnetou-, Old Shatterhand-, Ölprinz-, Grand Canyon- und Liebesmelodie), gab es Klänge von Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod, Zwei glorreiche Halunken), John Williams John-Wayne-Musik "The Cowboys" (Die Cowboys) und Bernsteins Thema zu "The Magnificent Seven" (Die glorreichen Sieben). Weiter kamen Titel wie "Apache" (von The Shadows) und Gesangsnummern wie "Sweet Home Chicago" oder "All in Good Time" zur Aufführung. Orchester, das Streichensemble der "Swiss Army Strings", "Stockwerk" (Percussionsensemble) sowie Haupttrompeter Nemanja Jovanovic, Mundharmonika-Artist Heinz Arnold und Sänger Renato Cazzaniga sorgten für einen musikalischen Abend der Spitzenklasse. Besonderes Highlight für die Karl-May-Filmfreunde war die Anwesenheit von Pierre Brice, Marie Versini und Martin Böttcher (der es sich nicht nehmen ließ, einige seiner Melodien selbst zu dirigieren). Neben Erinnerungen an die Zeit der Winnetou-Filme (mit Filmausschnitten und einer Talkrunde der anwesenden Prominenz) und der Vorstellung der Gästeerinnerungen (Martin Böttchers Biografie „Winnetou-Melodie" erschien aus Anlass des Konzertereignisses in aktualisierter Version) wurde besonders einem Mann gedacht, der nicht mehr anwesend sein konnte: Lex Barker. Nach Würdigungen durch Marie Versini und Pierre Brice (er las seinen Songtext „Du fehlst mir" in Erinnerung an den Freund vor), überraschte der Auftritt des im Publikum anwesenden Christopher Barker. Nach Dankesworten für die Ehrung seines Vaters präsentierte Barker a cappella einen Song seines Vaters: „Mädchen in Samt und Seide" (Martin Böttcher hatte seinerzeit die Noten für den Song beigesteuert). Luzern spielte im Leben Lex Barkers eine wichtige Rolle: Aus der schönen Schweizerstadt stammte die Liebe seines Lebens, Irene Labhart.
„Winnetou and Friends" brachte einen außergewöhnlichen Abend und vereinte die großen Namen der Karl-May-Filme auf der
Bühne. Jedem der Besucher in der ausverkauften Halle war nach Ende des Konzertes klar: Martin Böttchers Musik fasziniert
immer wieder. Mit ihr und der Gästeschar war die Nacht von Luzern eine große Hommage an die unvergesslichen Filme mit
Winnetou und Old Shatterhand.
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| Wiedersehen mit Martin Böttcher | |
Nach dem grossen Erfolg des Konzertes im April 2005
gab es ein Wiedersehen mit Martin Böttcher im Konzert-
und Kongresszentrum der Stadt Luzern (KKL).
Am 25. März 2006 um 19.30 Uhr veranstaltete das
21st Century Orchestra (ca. 70 Musiker) unter der Leitung des Dirigenten
Ludwig Wicki einen Filmmusikabend mit Martin Böttcher. Es war eine Hymne auf das Lebenswerk von
Martin Böttcher mit seinen bekanntesten Film- und TV-
Musiken aus Winnetou, Derrick, Der Alte, Edgar Wallace u.a.
Martin Böttcher ließ es sich nicht nehmen, einige Stücke selbst zu dirigieren. Die Zuschauer und Zuhörer dankten ihm mit "Standing Ovations".(Bild: Horst Iffland) Schmankerl für Tastatur-Künstler
CD von Martin Böttcher noch im Handel
"Kara Ben Nemsi Effendi" auf DVD
Die Fernsehserie "Kara Ben Nemsi Effendi" (Buch und Regie: Günter Gräwert), von Karl-May-Freunden wegen ihrer Nähe zu Karl Mays Erzählungen meist hochgelobt, ist, bezogen auf die Ausstrahlung im Fernsehen, eine Rarität.
Zuletzt zeigte 3Sat die zweite Staffel anlässlich des Karl-May-Jubiläumsjahres 1992. Die erneute Ausstrahlung der hochkarätig besetzten Produktion hatten Fans immer wieder gefordert.
1992 erschien bei Tarantula Records der Soundtrack von Karl-May-Filmkomponist Martin Böttcher erstmals auf CD.
Die Titelmusik in Stereo ist auf der Doppel-CD Die großen Film- und TV-Melodien zu finden. Kommentare zur Blue-Ray-Ausgabe von "Der Schatz im Silberseee"
...wie habe ich mich schon geärgert, für solch eine lieblose Bearbeitung auch noch Geld zum Fenster
'rausgeschmissen zu haben. Wenn hier überhaupt eine Bearbeitung stattgefunden hat, dann hin zum Schlechteren. Farbsprünge, Unschärfen Verschmutzungen, teilweise verwaschenes Bild, das ist ganz miese Abzocke des Käufers." Jugenderinnerungen eines Karl-May-Fans Unter dem Titel "Mit roten Ohren und glühendem Herzen - Erste Hör-Erlebnisse mit Martin Böttchers Winnetou-Soundtracks in den 1960er-Jahren" ist in der Ausgabe "Karl May und Co", 2/10 auf den Seiten 42ff. ein netter Aufsatz von Karl-Heinz Becker zu finden, der einige recht seltene Begleitfotos enthält. Uralt-Serien auf DVD
Martin Böttchers Noten...
Eine erfreuliche Nachricht für alle, die noch selbst Musik machen können:
Die Jubiläumsausgabe der Biographie „Winnetou-Melodie“ anlässlich des 80. Geburtstages von Martin Böttcher von Autor Reiner Boller ist im Handel verfügbar und nach einer Überarbeitung im Jahr 2010 sogar mit noch mehr Seiten und einigen neuen Bildern (zum Beispiel ist das Bild von der Musikpreis-Ehrung unten auch dazu gekommen). Also noch mehr Buch für's Geld. Neben neuen Informationen, aktuellem Werkverzeichnis und zusätzlichem Bildmaterial äußern sich darin eine Reihe namhafter Weggefährten und Prominenten erstmals zu Martin Böttcher und seiner Musik. Zu Wort kommen u. a. Pierre Brice, Marie Versini, Christopher Barker, Ottfried Fischer, Wolfgang Rademann, Claus Ogermann und Helmut Ringelmann. Das Buch wird wieder vom Gryphon-Verlag herausgegeben - ISBN 978-3-938109-16-8. Martin Böttcher in der Zeitung Immer wieder gern gesehen: aktuelle Berichte in den Zeitungen, insbesondere, wenn der Meister es den Bericherstattern erlaubt, ihn abzulichten. So aktuell geschehen beim Tagblatt in der Schweiz, dessen Bericht samt Bild man unter dem Titel "Winnetou klingt immer noch" auch online nachlesen kann. |
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Winnetou ist wieder da!
Zwischen Hamburg und Haiti...
...heißt eine Dauerserie im Hörfunk (landläufig bekannt als "Radio" - jupp, gibt's immer noch, trotz MP3).
Die vom Hörfunkpionier Werner Baecker (der uns auch "Die aktuelle Schaubude" ins Wohnzimmer brachte) bereits 1950 erfundene Serie wurde jahrelang mit der Titelmelodie
"Fiesta in Belo Horizonte" von Martin Böttcher eröffnet und mit "Conchita Ole" von Gerd Schmidt beendet. Diese Titelmelodie schaffte es aus diesem Anlass
sogar einmal auf eine Single-Schallplatte (das sind diese runden schwarzen Scheiben, die beim Abspielen immer knistern. Nach Gerüchten haben diese
Scheiben tatsächlich auf jeder Seite nur eine einzige Rille, ganz egal, wieviel Musik da drauf ist - muss man sich mal vorstellen... Und im Gegensatz zur Musik-CD haben die sogar zwei abspielbare Seiten gehabt, jaa!).
Martin Böttcher gewürdigt
In diesem Jahr hat die GEMA erstmals den Deutschen Musikautorenpreis unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Naumann, vergeben. Erstmals wurden mit diesem Preis in Deutschland Autoren geehrt, die nach Einschätzung der Jury qualitativ besonders hervorragendes geleistet haben. Am 28. Mai 2009 wurden die Preise im Rahmen einer Abendveranstaltung in Berlin, im von Stararchitekt Frank O. Gehry gestalteten Gebäude am Pariser Platz, verliehen. Rund 300 geladene Gäste waren bei dieser Preisverleihung dabei. Die Preistrophäe in Form eines stilisierten Notenschlüssels erhielten die Ausgezeichneten aus den Händen prominenter Laudatoren – u. a. Moderator Markus Kavka, Moderatorin Annabelle Mandeng oder Theaterintendant Klaus Pierwoß. Von Peter Thomas, der ebenfalls gleich "um die Ecke" von Martin Böttcher in Lugano wohnt, war schon vorher bekannt geworden, dass er eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhalten sollte. Martin Böttcher erhielt nicht nur die Nominierung in der Kategorie "Komposition Film", sondern bei der Veranstaltung auch tatsächlich die Auszeichnung aus den Händen von dem Produzenten und Komponisten Christopher von Deylen überreicht. - FILM: Die Laudatio-Rede bei Schiller-TV (zum Ansehen benötigen Sie das Flash-Plugin)
weitere Bilder von der Preisverleihung Böttcher-Musik auf CD
Böttcher-Musik live und in Farbe... Große Suite über Winnetou Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis einem Konzert mit Martin-Böttcher-Musik beizuwohnen. Erst recht, wenn der Maestro persönlich anwesend ist und zum Taktstock greift. Diese Möglichkeit gab es am 18. Mai 2010 in der – gut gefüllten - Kölner Philharmonie im Rahmen eines Benefiz-Konzertes. Geladen hatte die Bundeswehr zugunsten der Kölner Rundschau-Altenhilfe Die gute Tat e.V. Das Musikkorps der Bundeswehr unter Leitung von Oberstleutnant Walter Ratzek spielte einen weiten musikalischen Bogen von Originalkompositionen über Transkriptionen bekannter Orchesterwerke bis hin zu Unterhaltendem auf höchstem Niveau. Zackig ging es los mit dem Marsch Wir präsentieren (von Hans Ailbout), bevor es einen ersten Leckerbissen gab. Auf dem selten zu hörenden Schlaginstrument Marimba, oft auch Marimbaphon genannt, erklang, vom Solist Hauptfeldwebel Ingo Meyer perfekt gespielt, das Concertino für Marimba und Orchester (von Paul Creston). Weiter ging es mit einem Militärmarsch, dem Königgrätzer Marsch (von Gottfried Piefke), der heute häufig bei offiziellen Anlässen gespielt wird, sowie Richard Wagners Morgenlied und Aufzug der Heere (in der Bearbeitung von Sigmund Goldhammer), effektvoll vorgetragen mit Solistendarbietungen an verschiedenen Plätzen in der Philharmonie. Nach der Pause erklangen erste Filmmelodien in einem Medley berühmter Henry-Mancini-Melodien, Quintessential Mancini (Bearbeitung: Jörg Murschinski). Fliegermarsch hieß es dann, der Traditionsmarsch der Bundeswehr (von Hermann Dostal), bevor die Große Suite über Winnetou mit einem Medley von Martin Böttchers bekannten Melodien (Arrangement: Guido Rennert) das Publikum faszinierte.
Bilder + Text: Reiner Boller (2010)
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| Rezensionen |
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© Wilfried Wittkowsky | |||